Linzer Klangwolke 2025 - Open Air Show
Die Linzer Klangwolke ist eine der größten Open Air Musikveranstaltungen in Österreich, zu der jährlich über 100.000 Menschen kommen. Die Visualisierung der Klangwolke 2025 “Urban Pulse”, also die Gestaltung der gesamten Videoelemente der Show auf 10 riesigen LED Screens in Form einer Containerstadt, war für uns eine einzigartige und schöne Aufgabe.
Visualisierung
Jahr
2025
Konzept, Regie, Illustration
Simon Eichenberger
Komposition
Johannes Berater, Christoph Sietzen
Multipercussion
Christoph Sietzen
Ensemble – Motus Percussion
Takeo Akisato, Nico Gerstmayer, Miguel Llorente Gil, Giuseppe Maiorana, Maria Monleon Rubio, Leonhard Schmidinger
Bühnenbild & Kostüm
Charles Quiggin
Lichtdesign
Manfred Nikitser
Videodesign
grauwerk
Produktion Visuals
Marissa Munderloh
Orchester
Bruckner Orchester Linz
Dirigent
Markus Poschner
Production Management
Johanna Möslinger
Production LIVA
Katrin Fink, Mario Proksch, Bernd Himsl
Links
Brucknerhaus LinzHier könmntest du ein richtig gutes Video sehen!
Erlaube uns dir mehr zu zeigen
Die Klangwolke 2025 stand ganz im Zeichen einer Rückkehr zu den Ursprüngen und einer Fokussierung auf die Stadt Linz, die Johannes Berauer mit seiner Komposition in die Wege leitete.
Wir haben diesen Ansatz in Bilder übersetzt: Wir haben die Stadt und ihre Umgebung als visuelle Reise eingefangen. Von den glühenden Feuern und der Kraft pulsierender Industriemaschinen über das Wasser der Donau bis hin zu den dunklen Kapiteln der Vergangenheit und dem bunten, pulsierenden Leben der Gegenwart.


Für die meisten Szenen waren wir direkt in der Region unterwegs: In einer Gesenkschmiede, wo Hämmer im Takt auf glühendes Metall treffen. An Flüssen, Wasserfällen und sogar unter Wasser. Wir haben im Studio mit wehenden Fahnen experimentiert und kleine industrielle Miniaturwelten gebaut, um eigene Perspektiven zu schaffen.
Im Mittelpunkt stand echtes, einzigartiges Material – Bilder vom Leben, wie es hier stattfindet.
Einen bewussten Kontrast dazu setzte der Abschnitt „Nibelungen“, der sich mit der faschistischen Episode der Stadt auseinandersetzt. Hier arbeiteten wir mit KI-generierten Animationen: graue, gesichtslose Figuren, die wie aus einem einzigen Muster gegossen wirken.



Die Entscheidung dafür war Teil des Konzepts. KI wirkt neutral, objektiv – ist es aber nicht. Sie wiederholt, was schon da war, vermischt Einflüsse und glättet Unterschiede. Am Ende entsteht eine beinahe unheimliche Gleichförmigkeit. Eine Ästhetik, die genau jene Uniformität spiegelt, die faschistische Systeme ausmacht – und damit in diesem Kontext bewusst eingesetzt wurde.


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